Unter FDM ABS versteht man die Verwendung von ABS-Material im FDM-3D-Druckverfahren. FDM ist eine beliebte 3D-Drucktechnologie, bei der ein thermoplastisches Filament, beispielsweise ABS, geschmolzen und Schicht für Schicht extrudiert wird, um ein dreidimensionales Objekt zu erzeugen.
ABS ist ein weit verbreiteter Thermoplast, der für seine Festigkeit, Haltbarkeit sowie Hitze- und Schlagfestigkeit bekannt ist. Im 3D-Druck wird ABS häufig zur Herstellung funktionaler Prototypen, mechanischer Teile und Endprodukte verwendet. Beim FDM-Verfahren mit ABS wird das Filament auf seinen Schmelzpunkt erhitzt, durch eine Düse extrudiert und das Objekt Schicht für Schicht aufgebaut. ABS wird für seine Vielseitigkeit geschätzt und eignet sich daher für ein breites Anwendungsspektrum im 3D-Druck.

Technologie FDM
Material Abs
Originalfarbe Schwarz -Weiss
Thermische Verformung 70–90 °C (ASTM D648)
Härte 84D (ASTM D 2240)
Oberflächensituation Klare Schichtlinien und Kratzer
Größe der Druckplattform 1000*610*610 mm
Biegemodul 1,9–2,3 Gpa (ASTM D 790)
Biegefestigkeit 50–60 MPa (ASTM D 790)
Zugmodul 2–2,5 GPa (ASTM D 638)
Zugfestigkeit 30-35 MPa (ASTM D 638)
Bruchdehnung 1,8–8,5 % (ASTM D 638)
Kerbschlagzähigkeit Izod 35-101 J/m (ASTM D 256)
Toleranz Die lokale Genauigkeit des Produkts liegt zwischen 0,3 und 0,35 mm bis 4 ‰, während die Gesamtgenauigkeit schwer zu kontrollieren ist
Nachbearbeitung Eingesetzte Kupfermuttern, Montage, physikalisches Polieren, Lackieren, 
Galvanisieren, Siebdruck, Wassertransferdruck, Beschichten
Wandstärke erforderlich 0,8mm oben, große Teile nach 3D-Zeichnung

Die Vorteile von FDM-ABS sind:
1, Festigkeit und Haltbarkeit: ABS ist für seine gute Festigkeit, Zähigkeit und Schlagfestigkeit bekannt und eignet sich daher für funktionale Prototypen und Endverbrauchsteile.
2, Vielseitigkeit: ABS kann aufgrund seiner ausgewogenen Eigenschaften in einem breiten Anwendungsspektrum eingesetzt werden und eignet sich daher für verschiedene Branchen, darunter Automobil, Elektronik, Konsumgüter und mehr.
3, Einfaches Drucken: ABS lässt sich mit der FDM-Technologie relativ einfach drucken und weist eine gute Haftung zwischen den Schichten auf, was es zu einer beliebten Wahl für den 3D-Druck macht.
4, Nachbearbeitung: ABS ist empfänglich für Nachbearbeitungstechniken wie Schleifen, Lackieren und Glätten mit Acetondampf und ermöglicht so eine verbesserte Oberflächenbeschaffenheit und Ästhetik.
5, Temperaturbeständigkeit: ABS hält einem breiten Temperaturbereich stand und eignet sich daher für Anwendungen, die unterschiedlichen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind.
6, Chemikalienbeständigkeit: ABS weist eine gute Beständigkeit gegenüber vielen Chemikalien auf und eignet sich daher für Anwendungen, bei denen eine chemische Belastung zu erwarten ist.
7, Kostengünstig: ABS-Filament ist in der Regel erschwinglich und weit verbreitet, was es zu einer kostengünstigen Wahl für den 3D-Druck macht.

Die Nachteile von FDM-ABS sind:
1, anfällig für Verformungen: ABS neigt dazu, sich zu verziehen, insbesondere beim Abkühlen, was zu potenziellen Problemen mit der Haftung des Druckbetts und einer Verformung der Ecken des gedruckten Teils führen kann.
2, erfordert eine kontrollierte Druckumgebung: ABS reagiert empfindlich auf Temperaturschwankungen während des Druckens. Oft sind eine beheizte Bauplattform und eine geschlossene Druckkammer erforderlich, um Verformungen zu minimieren und die Druckqualität zu verbessern.
3, Sprödigkeit: Obwohl ABS zäh und schlagfest ist, kann es im Vergleich zu anderen Materialien wie Nylon oder Polycarbonat relativ spröde sein.
4, Probleme mit der Schichthaftung: In einigen Fällen kann es bei ABS zu Problemen mit der Schichthaftung kommen, was zu schwächeren Teilen führt.
5, Im Rohzustand nicht lebensmittelecht: ABS gilt im Rohzustand nicht als lebensmittelecht, wodurch es für Anwendungen mit direktem Lebensmittelkontakt ohne entsprechende Nachbearbeitung oder Beschichtung weniger geeignet ist.